Venedig während der Coronakrise

Venedig stand schon lange auf unserer Bucketlist, wir haben aber immer einen grossen Bogen um die italienische Lagunenstadt gemacht, weil wir uns die Stadt nicht mit Millionen anderen Touristen teilen wollten. Deshalb kam uns die Coronakrise gerade recht und wir haben uns im September 2020 mit dem Zug ab Zürich via Mailand nach Venedig aufgemacht. Schon im Zug zeigte sich, dass nicht allzu viele Touristen unterwegs sind. Zwar gibt es in Italien eine etwas strengere Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken, als in der Schweiz, man gewöhnt sich aber sehr schnell daran. So muss man zum Beispiel ein Schutzmaske tragen, wenn man in einem Restaurant auf die Toilette geht, oder auch in sämtlichen Läden und Supermarkets. Alles in allem haben wir dies aber nicht als grosse Einschränkung wahrgenommen.

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Wir haben auf Airbnb ein tolles Appartment nicht weit vom Bahnhof Santa Lucia gebucht. Das einchecken erfolgte zwar sehr unpersönlich mit einer Schlüsselbox, die Wohnung war aber sehr grosszügig und luxuriös ausgestattet. Kaum hatten wir unsere Koffer in der Wohnung deponiert, haben wir uns schnurstracks aufgemacht um die Stadt zu erkunden. Und man muss schon eingestehen, dass Venedig weltweit einzigartig ist. Anstelle von Strassen gibt es nur Kanäle, welche sich durch die ganze Stadt, welche ja auf Holzpfählen gebaut wurde, ziehen. Wir haben noch nie in einer Stadt so viele schöne Ecken gesehen mit Restaurants und Bars, welche zum verweilen einladen. Man spaziert durch kleine enge Gassen und hat schon nach kurzer komplett die Orientierung verloren. Ohne Google Maps wären wir komplett verloren gewesen und das ging offensichtlich fast allen Touristen so. Sehr viele Paare und Familien sieht man mit vorgehaltenem Smartphone durch die Gassen navigieren. Fast alle Stadtteile Venedigs sind einen Besuch wert und uns haben gerade die Quartiere besonders gut gefallen, welche weit weg von den bekanntesten Touristenorten liegen.

Für alle welche irgendwann genug von den engen Gassen haben, ist eine Schiffsrundfahrt sehr empfehlenswert. Dazu muss man sich die App AVM Venezia herunterladen, wegen Corona gibt es keine andere Möglichkeit um Tickets zu kaufen. Wir haben uns gleich eine Tageskarte gelöst und man kann damit alle Schiffe nutzen und einfach dort aussteigen wo es einem gefällt. Das Hopp-on – Hopp-off System ist für Touristen perfekt ideal. Die Friedhofsinsel kann damit genauso besucht werden wie Murano und viele weitere Inseln rund um Venedig. Aber natürlich kann man die Schiffe auch als Transportmittel von einem Stadtteil zum nächsten nutzen. Venedig während der Coronakrise war für uns ein unvergessliches Erlebnis und wir sind dankbar, dass wir diese wunderbare Stadt in einer Zeit besuchen durften, in welcher es viel weniger Touristen wie sonst gab.

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